Sukkulenten

Sukkulenten sind faszinierende Pflanzen, die sich perfekt an trockene und warme Lebensräume angepasst haben. Sie speichern Wasser in ihren Blättern, Stämmen oder Wurzeln und können dadurch längere Trockenperioden problemlos überstehen. Der Begriff „Sukkulente“ stammt vom lateinischen (suculentus) und bedeutet „saftreich“. Typisch für diese Pflanzen sind ihre dicken, fleischigen Pflanzenteile, die als natürliche Wasserspeicher dienen und gleichzeitig den Wasserverlust minimieren.

Je nachdem, wo das Wasser gespeichert wird, unterscheidet man verschiedene Arten von Sukkulenten. Blattsukkulenten wie Echeverien oder Aloen speichern Feuchtigkeit hauptsächlich in ihren Blättern. Stammsukkulenten, zu denen viele Kakteen gehören, lagern Wasser vor allem im Stamm ein. Darüber hinaus gibt es Wurzelsukkulenten, die Wasser in ihren Wurzeln speichern. Manche Arten kombinieren sogar mehrere dieser Speicherformen.

Zu den beliebtesten sukkulenten Pflanzen zählen Kakteen, Aloen, Echeverien, Hauswurze und Graptosedums. Besonders Kakteen sind weltweit bekannt und gelten oft als typische Sukkulenten, obwohl sie tatsächlich nur einen kleinen Teil der großen Vielfalt sukkulenter Pflanzen ausmachen. Durch ihre außergewöhnlichen Formen, ihre einfache Pflege und ihre hohe Anpassungsfähigkeit sind Sukkulenten beliebte Zimmer- und Gartenpflanzen.
👁Die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:
- Schwierigkeitsgrad: einfach
- Licht: sehr hell bis sonnig
- Wasser: gering
- Luftfeuchte: niedrig bis normal
- Substrat: mineralisch und durchlässig
💚Bekannte Arten:
- Echeveria
- Aloe
- Crassula (Geldbaum)
- Haworthia (etwas schattenverträglicher)
📝Merkmale:
- Dickfleischige Blätter oder Stämme
- Große Formenvielfalt (z.B. Rosetten Säulen, hängend)
- Sehr pflegeleicht
- speichern Wasser in Pflanzenteilen
- an trockene Bedingungen angepasst
- vertragen Trockenheit gut
- empfindlich gegenüber Staunässe
🏠Standort in der Wohnung:
- Sehr hell bis sonnig > ideal: Südfenster
- Temperatur: 18-30°C
- Luftfeuchtigkeit: niedrig bis normal
- je mehr Licht, desto kompakter und gesünder wachsen sie
- zu wenig Licht > „Vergeilen“ (lange, instabile Triebe)
💦Gießen:
- Selten, aber gründlich gießen, danach komplett austrocknen lassen
- Zimmerwarmes, kalkarmes Wasser verwenden (am besten Regenwasser)
- Im Sommer: alle 1 – 2 Wochen
- Im Winter: alle 3 – 4 Wochen
- Staunässe unbedingt vermeiden (zum Beispiel über eine Drainage), da es sonst zu Wurzelfäule kommen kann
🤎Erde/Substrat:
- Sukkulenten brauchen sehr durchlässige Erde
- Ideal ist Kakteenerde, gemischt mit Sand, Perlit oder Lavagranulat
- Ziel > Wasser läuft schnell ab und Wurzeln bekommen viel Luft
💩Dünger:
- Wachstumsphase (Frühjahr-Sommer): alle 4 – 6 Wochen leicht düngen
- Winter: nicht düngen
- Kakteendünger oder schwach dosierter Flüssigdünger
- Weniger ist mehr > Sukkulenten sind genügsam
Pflege:
- Extrem pflegeleicht
- Perfekt für Menschen, die wenig Zeit haben
- Lieber zu wenig als zu viel kümmern
- Sukkulenten mögen es trocken und luftig
🆘Häufige Probleme:
- Matschige, weiche Blätter > Überwässerung
- Lange, dünne Triebe > zu wenig Licht
- Braune Flecken > Sonnenbrand (bei plötzlicher direkter Sonne)
- Stillstand > im Winter oft normal
❄️Winterpflege:
Im Winter verlangsamt sich das Wachstum deutlich.
- weniger gießen
- nicht düngen
- heller Standort
🌵Allgemeiner Pflegehinweis:
Blätter, Triebe und Wurzeln sollten regelmäßig auf Schädlinge oder Auffälligkeiten kontrolliert werden, auch wenn Kakteen und Sukkulenten insgesamt als vergleichsweise robuste Pflanzengruppen gelten. Besonders häufig entstehen Probleme durch zu feuchtes Substrat, mangelnde Luftzirkulation oder ungeeignete Standortbedingungen. Zur Vorbeugung empfehlen wir stabile Kulturbedingungen sowie möglichst biologische Maßnahmen. Stärkere Pflanzenschutzmittel sollten nur gezielt und im Ausnahmefall eingesetzt werden.

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